Berlin/Potsdam - Die Brandenburger Polizei hat einen mutmaßlichen Serienvergewaltiger in Neukölln verhaftet. Dem 40-Jährigen wird vorgeworfen, in mehreren Fällen Prostituierte aus Berlin verschleppt und in Waldgebieten in Brandenburg vergewaltigt zu haben. Bei dem Mann soll es sich um einen einschlägig bekannten Mann handeln, in dessen Wohnung Beweismittel gesichert werden konnten.

Wie die Ermittler am Montag mitteilten, soll der Mann seit Mitte Dezember 2021 im Berliner Stadtgebiet und dem Brandenburger Umland immer wieder Prostituierte angesprochen und sie dann in einem Auto mitgenommen haben. Dabei soll er sich als Polizist ausgegeben, die Frauen gefesselt und in das großflächige Waldgebiet um Grünheide (Oder-Spree) gebracht haben. Dort soll er sie vergewaltigt und anschließend allein im Wald zurückgelassen haben. Zuvor soll er ihnen auch noch jeweils Geld und Mobiltelefon abgenommen haben. Laut Mitteilung ereigneten sich in der Zeit vom 12. Dezember 2021 bis zum 5. Januar 2022 zwei Taten und ein Versuch. 

Sekretspuren und gestohlene Kennzeichen gefunden

Am 6. Januar sei dann an einer Bushaltestelle in Kagel (Oder-Spree) eine 23-jährige Frau gefunden worden, die angab, als Prostituierte zu arbeiten und von einem Mann in Berlin angesprochen und bis in ein Waldstück bei Kagel mitgenommen worden zu sein. Hier sei es wie in den vorherigen Fällen anschließend zur Vergewaltigung und Wegnahme von Bargeld und Telefon gekommen. Dies sei der bislang letzte bekanntgewordene Fall in dieser Serie.

Bei der Spurensuche fanden die Ermittler unter anderem Sekretspuren sowie Kennzeichentafeln, die in Berlin gestohlen und dann mutmaßlich an das Tatfahrzeug montiert wurden. Die Ermittlungen führten schließlich zu dem 40-jährigen Berliner, der durch Brandenburger Polizisten im Stadtteil Neukölln festgenommen wurde. 

Am Sonntag erließ das Amtsgericht Fürstenwalde Haftbefehl gegen den Mann. Zum Tatgeschehen hat sich der Deutsche bislang nicht eingelassen. Die Ermittlungen dauern an.