Berlin - Nachdem ein Raser am Samstagmittag mit seinem Auto mehrere Polizisten und Passanten in Schöneberg in Lebensgefahr brachte, sucht die Polizei nun weitere Zeugen. Der 37-jährige Autofahrer konnte nach einer kurzen Verfolgungsjagd festgenommen werden. Der Bulgare erhielt am Sonntag auf Antrag der Staatsanwaltschaft einen Haftbefehl wegen versuchten Mordes.

Wie die Polizei mitteilte, hatte der Mann gegen 12 Uhr mit seinem Mitsubishi eine Verkehrskontrolle in der Hauptstraße durchbrochen. Als zwei Beamte versuchten, ihn mit Polizeikellen zu stoppen, sei er einfach weitergefahren. Die Polizisten konnten sich nur durch einen Sprung zur Seite in Sicherheit bringen. „Durch seine sehr schnelle und rücksichtslose Fahrweise gefährdete er auf seiner Flucht zahlreiche Passanten, die sich ebenfalls durch Zurückweichen oder einen Sprung zur Seite retten konnten“, teilte die Polizei am Montag mit.

An einer Baustelle an der Belziger Straße soll er unter anderem auf eine Frau zugerast sein, die sich ebenfalls durch einen Sprung in Sicherheit bringen musste. Da die Polizei nicht ausschließt, dass der Raser noch weitere Menschen in Lebensgefahr brachte, suchen die Ermittler nun nach weiteren Zeugen. 

Polizei fragt: Gibt es Fotos oder Videos von der mutmaßlichen Amokfahrt? 

Da die Staatsanwaltschaft den Fall als versuchten Mord gewertet hat, übernahm eine Mordkommission die Ermittlungen. Um den Tatverdacht gegen den Mann weiter zu erhärten, fragt die Polizei: Wer kann Angaben zu der mutmaßlichen Amokfahrt machen? Wer musste sich selbst vor dem beschriebenen Auto in Sicherheit bringen? Die Ermittler hoffen zudem, dass Zeugen Fotos oder Videos von der gefährlichen Raserei zwischen der Hauptstraße und der Apostel-Paulus-Straße gemacht haben. 

Hinweise nimmt die 1. Mordkommission des Landeskriminalamts unter der Berliner Telefonnummer 4664 911 111 oder jede andere Polizeidienststelle entgegen.