Berlin - Nachdem eine Gruppe von fünf Männern einem Bundespolizisten in Berlin-Köpenick aufgelauert und ihn angegriffen hatte, hat am Dienstag einer der Schläger Haftbefehl wegen gemeinschaftlicher gefährlicher Körperverletzung bekommen. Der 41-jährige Berliner, der wegen anderen Gewaltdelikte bereits einschlägig polizeibekannt ist, sei laut Staatsanwaltschaft der Haupttäter. Er sitzt jetzt in Untersuchungshaft.

Der Verdächtige habe zusammen mit vier weiteren Männern am 10. März einen Bundespolizisten mit Schlägen und Tritten attackiert, nachdem der Beamte ihnen zuvor in Uniform entgegenkam. Nach Informationen der Berliner Zeitung hatte sich der 29-jährige Polizeimeister, der am Flughafen BER eingesetzt ist, kurz zuvor zu Hause umgezogen. Vor seinem Haus im Ortsteil Adlershof sei ihm dann aufgelauert worden, als er in Zivil unterwegs war.

Schläger zogen dem Bundespolizisten einen Stoffbeutel über den Kopf

Die Staatsanwaltschaft geht davon aus, dass der 41-Jährige seine Komplizen dazu angestachelt hatte, den Beamten zu umzingeln und dann auf ein ihn einzuprügeln. Nach Informationen der Berliner Zeitung hatten sie ihrem Opfer einen Stoffbeutel über den Kopf gezogen, um ihn orientierungslos zu machen. 

Allerdings waren die Angreifer an den Falschen geraten. Denn der Polizist ist Kampfsportler. Er wehrte sich und konnte sich schließlich befreien. Zusammen mit zwischenzeitlich alarmierten Einsatzkräften der Landespolizei konnte er den nun verhafteten Mann überwältigen und festnehmen. 

Die Polizei musste den Verdächtigen jedoch mangels Haftgründen wieder freilassen. Der angegriffene Bundespolizist hatte unter anderem eine Gehirnerschütterung erlitten. In einer ersten Befragung gab der Bundespolizist an, dass er die Angreifer schon einmal in der Nähe seiner Wohnung gesehen habe, als er Uniform trug. Er vermutete, dass er deshalb angegriffen wurde.