Berlin - Die Berliner Polizei hat in der Nacht zu Dienstag erneut eine Feier in Neukölln aufgelöst, bei der ein Dutzend Partygäste illegalem Glücksspiel nachgegangen sein sollen. Wie die Polizei mitteilte, hatte ein anonymer Anrufer die Beamten des Abschnitts 54 in ein Café an der Wildenbruchstraße alarmiert. Er hatte vermutet, dass in dem Lokal auch Drogen konsumiert werden. 

Die Einsatzkräfte hatten nach Angaben der Polizei ein verschlossenes Café vorgefunden, an dem die Jalousien heruntergelassen waren. Da von drinnen Stimmen zu hören waren, besorgten sich die Polizisten einen Durchsuchungsbeschluss. Anschließend verschafften sie sich zusammen mit Kräften der Bereitschaftspolizei Zutritt zu dem Café.

Party ohne Maske und Mindestabstand 

In den Zimmern sollen sich vier Frauen und acht Männer im Alter von 31 bis 60 Jahren aufgehalten haben, die Alkohol tranken. Der Polizei zufolge soll keiner der Gäste einen Mund-Nasen-Schutz getragen haben. Zudem seien die Abstände nicht eingehalten worden. „Hinweise auf illegales Glücksspiel und Drogen ergaben sich weder bei der Durchsuchung der Zimmer noch bei der Überprüfung der Personen“, erklärte ein Polizeisprecher.

Zwischenzeitlich tauchte dann auch der 20-jährige Inhaber des Ladens auf, der kurz zuvor angerufen worden war. Er versicherte den Beamten, er habe keine Kenntnis über die verbotene Nutzung seines Cafés. Nach der Feststellung der Personalien mussten die Gäste das Lokal verlassen. Sie haben sich nun wegen Verstößen gegen das Infektionsschutzgesetz zu verantworten.

In Neukölln werden fast jede Nacht Versammlungen oder Feiern aufgelöst, weil Menschen gegen die Corona-Regeln verstoßen. In den meisten Fällen treffen sich Männer, um illegalem Glücksspiel nachzugehen.