Berlin - Vor einer Bank am Kurfürstendamm wurde am Freitagmorgen ein Geldtransporter ausgeraubt. Die Täter konnten fliehen. Über den Fall hatte auch die Berliner Zeitung berichtet. Wie die Polizei am Sonnabend mitteilt, kam es nur acht Stunden später zu einem zweiten Raubüberfall im gleichen Bezirk, ebenfalls in Charlottenburg.

In der Fasanenstraßen überfielen gegen 18 Uhr zwei unbekannte maskierte Täter ein Geschäft für Edelmetall, bedrohten den 50-jährigen Inhaber und einen 37-jährigen Mitarbeiter. Einer der beiden Unbekannten zerrte den Mitarbeiter am Arm und deutete mit seiner Hand an der Jackentasche an, eine Waffe bei sich zu tragen. Die Männer forderten nun Geld und nahmen Silber- sowie Goldmünzen an sich. Als das geforderte Geld übergeben war, riss einer der Täter dem 50-Jährigen eine Kette vom Hals und entfernte sich mit seinem Komplizen und der Beute aus dem Geschäft. Noch vor Eintreffen der alarmierten Einsatzkräfte flüchtete das Duo in unbekannte Richtung. Sowohl der Ladeninhaber als auch sein Mitarbeiter blieben bei dem Überfall unverletzt.

Einen direkten Zusammenhang zwischen den beiden Taten hält die Polizei derzeit für eher unwahrscheinlich. Die Ermittlungen laufen aber.

Bei der Tat am Freitagvormittag am Kudamm Ecke Bleibtreustraße wurden zwei Wachleute mit Reizgas verletzt, als sie einen Geldtransporter ausladen wollten. Die Täter, die sich als BSR-Angestellte verkleidet hatten, erbeuteten die Geldkassetten, ihnen gelang die Flucht in einem Audi. Das Fluchtauto wurde von der Polizei ausgebrannt in Schöneberg gefunden.