Berlin - Ein gewalttätiger Räuber ist dank der Aufmerksamkeit eines Arztes in Berlin-Spandau überführt und festgenommen worden. Der 32-jährige Verdächtige hatte sich am Montagmittag selbst in eine psychiatrische Einrichtung einliefern wollen, obwohl aus ärztlicher Sicht gar keine Indikation bestand, teilte die Polizei mit. 

Bei der Aufnahme des „Patienten“ fielen einem Arzt ein Ausweis, ein Führerschein und eine Geldkarte auf, die nicht dem Mann, sondern einer Frau gehörten. Weil dem Mediziner das verdächtig vorkam, rief er die Polizei. Ermittlungen ergaben laut Polizei, dass die Dokumente bei einem Überfall am Abend des 19. August in Charlottenburg geraubt worden waren.

Räuber tritt auf am Boden liegende Frau ein

Der Mann aus der Klinik ist nach Angaben der Polizei dringend tatverdächtig, in der Trendelenburgstraße eine 51-jährige Frau ausgeraubt zu haben. Der Täter hatte die Frau zu Boden gestoßen und dann so lange auf sie eingetreten, bis sie ihre Handtasche losließ. Das Opfer erlitt dabei Verletzungen an den Armen und Beinen.

Der Täter hatte laut Polizeiangaben die Tasche kurz darauf aus dem Toilettenfenster eines Restaurants geworfen, das Portemonnaie und Handy nahm er mit. Laut Zeugenaussagen passten die Täterbeschreibungen vom Tatort und Restaurant auf den nun in der psychiatrischen Einrichtung festgenommenen Mann. Der 32-Jährige erhielt am Dienstag einen Haftbefehl und sitzt nun in Untersuchungshaft.