Berlin - Es waren Szenen einer Verfolgungsjagd, wie man sie eher aus amerikanischen Filmen kennt: Die Polizei hat in Berlin einen gesuchten Verdächtigen erst über Land, dann mit einem Hubschrauber aus der Luft verfolgt. Und alles nur, weil der gesuchte Mann mit seinem Auto vor einer Polizeikontrolle flüchtete. 

Wie die Polizei mitteilte, war der 42-Jährige in der Nacht zu Mittwoch offenbar im Drogenrausch durch den Lichtenberger Ortsteil Falkenberg gefahren. Als Polizisten den verdächtigen Rover-Fahrer an der Ferdinand-Schultze-Straße/Gärtnerstraße stoppen wollten, versuchte er zu entkommen. Er habe laut Polizei sofort ein Wendemanöver eingeleitet und raste anschließend viel zu schnell über die Marzahner Straße, die Wollenberger Straße und die Gehrenseestraße. 

Ein Funkwagen verfolgte den Wagen mit Blaulicht und Martinshorn. Doch anstatt anzuhalten, gab der Mann Gas und schaltete auf der Hohenschönhauser Straße sein Licht aus. Dabei verlor er offenbar die Orientierung, raste in einer Kurve geradeaus, hob ab und landete in Büschen am Straßenrand. Da der Unfallwagen nicht mehr fahrtauglich war, flüchtete er zu Fuß weiter. 

Polizei spürt mit Wärmebildkamera nach dem Verdächtigen 

Die Einsatzkräfte riefen Verstärkung, woraufhin wenige Minuten später ein Polizeihubschrauber auftauchte. Die Besatzung konnte mit Hilfe einer Wärmebildkamera den Verdächtigen an der Hellersdorfer Straße aufspüren, die Kollegen am Boden nahmen ihn daraufhin fest. Bei seiner Durchsuchung fanden die Polizisten drei Tütchen mit Haschisch.

Weil sich der Mann bei dem Autounfall verletzt hatte, kam er mit einer Kopfverletzung ins Krankenhaus. Da er laut Polizei den Eindruck machte, Drogen konsumiert zu haben, wurde ihm dort Blut abgenommen. Der Unfallwagen, an dem gestohlene Kennzeichen angebracht waren, wurde sichergestellt. Gegen den Mann wird nun wegen eines verbotenen Kraftfahrzeugrennens, Fahrens ohne Fahrerlaubnis, Urkundenfälschung und eines Verstoßes gegen das Betäubungsmittelgesetz ermittelt.