Penkun/Rossow - Die Bundespolizei hat auf der Autobahn 11 bei Penkun im Landkreis Vorpommern-Greifswald ein in Berlin gestohlenes Wohnmobil gestoppt. Das Fahrzeug im Wert von 50.000 Euro war in der Nacht im Berliner Stadtteil Pankow entwendet worden, wie Igor Weber von der Bundespolizei am Mittwoch sagte. Wenige Stunden später wurde auch der flüchtige Fahrer kurz vor der Grenze zu Polen gefasst. „Wir freuen uns, dass wir diesmal Erfolg hatten“, sagte Weber mit Blick auf eine seit Wochen andauernde Diebstahlserie von Campingfahrzeugen in Vorpommern.

Die Beamten wollten das Wohnmobil auf der A11 kontrollieren. Daraufhin hatte der Fahrer nicht angehalten, sondern Gas gegeben. Nach einer kurzen Verfolgungsjagd hatte er das Fahrzeug auf der Autobahn abgestellt und war über die Beifahrerseite in ein Rapsfeld geflüchtet. Im Fahrzeug fanden sich Aufbruchspuren. „Unsere Leute haben den 24-jährigen Fahrer dann später bei Rosow pudelnass festgenommen, es hatte vorher geregnet“, sagte Weber.

In Vorpommern werden seit Wochen immer wieder Wohnmobile gestohlen. Betroffen waren bisher mindestens sieben Besitzer in Stralsund, Martensdorf und Greifswald. Zuletzt war am Sonntag in Greifswald ein Wohnmobil mit Solaranlage verschwunden. Bisher konnte laut Polizei keines der gestohlenen Camping-Fahrzeuge wiederentdeckt werden. Der Gesamtschaden wird auf mehr als 400.000 Euro geschätzt.

Berlinerin sucht über Facebook nach Wohnmobil – Dieb wohl auf Rügen

Unterdessen wird im Norden Vorpommerns, vor allem auf der Insel Rügen, weiter nach einem weiteren Wohnmobil gesucht, das Anfang Juli in Berlin entwendet worden war. Die 33 Jahre alte Eigentümerin hatte Hinweise bekommen, dass das Fahrzeug nach Rügen gefahren wurde, hatte dann eine Facebook-Gruppe gegründet und sucht ebenfalls auf der Insel, wie eine Polizeisprecherin in Stralsund erläuterte.

Laut Zeugen soll es bei Binz, Bergen und in Lietzow unter anderem an einer Tankstelle sowie einem Supermarkt-Parkplatz gesehen worden sein. Polizeistreifen fanden das Fahrzeug aber dort nicht. Die Suche dauert laut Polizei noch an. Man warne aber davor, den Fahrer des Wohnmobils mit dem Aufkleber „Wegpiraten Abenteuer und Erlebnispädagogik Beratung – Therapie – Fortbildung“ eigenständig anzuhalten.