Berlin - Die Berliner Polizei musste am Dienstagabend in Neukölln gleich vier Mal ausrücken, um Streitigkeiten zwischen zwei verfeindeten Gruppen zu schlichten. Wie die Polizei mitteilte, waren die aufgebrachten Männer zwischen 17.40 Uhr und 22.50 Uhr immer wieder aneinandergeraten – erst vor einem Café in der Glasower Straße, dann in der Bruno-Bauer-Straße und Bendastraße. 

Laut Zeugenaussagen soll es immer wieder zu Rangeleien und Schlägereien gekommen sein, wobei auch Schilder und Möbel eingesetzt wurden. Die Polizei geht davon aus, dass an den Auseinandersetzungen bis zu 40 Personen beteiligt waren. Einige der Beteiligten sollen auch Messer bei sich geführt haben. Die Polizei konnte dem Geschehen nur mit einem Großaufgebot an Einsatzkräften Herr werden.

Ein Verletzter wirft auf der Flucht Drogen weg

Beamte aus mehreren Polizeiabschnitten und Verstärkung durch Einsatzhundertschaften waren nötig, um die Lage in der Glasower Straße zu beruhigen. Die Einsatzkräfte führten schließlich mit einem 38-jährigen Mann eine sogenannte Gefährderansprache, da er mutmaßlich den Konflikt ausgelöst hatte.

Bei einem 21-Jährigen stellten die Einsatzkräfte blutende Platzwunden an der Hand und am Oberschenkel fest. Als die Kräfte den jungen Mann zu seinen Verletzungen befragen wollten, flüchtete er. Dabei soll er nach Angaben der Polizei an geparkten Autos eine Plastiktüte mit Cannabis abgelegt haben. Er konnte kurz darauf auf Höhe der Karl-Marx-Straße festgenommen werden.

Seine blutenden Verletzungen wollte der 21-Jährige nicht behandeln lassen. Gegen mehrere Männer wird nun unter anderem wegen schweren Landfriedensbruchs und Verstoßes gegen das Waffengesetz ermittelt.