Berlin - In Berlin-Neukölln ist in der Nacht zu Donnerstag in der Wohnung einer Frau ein unbekanntes Pulver gefunden worden. Nach ersten Erkenntnissen roch die Tochter der Frau daran und kam auch anderweitig mit dem Pulver in Kontakt. Die Tochter bekam Hautreizungen Es wurde ein Rettungswagen der Feuerwehr in die Wohnung in der Elbestraße alarmiert.

Wie Zeugen von vor Ort berichten, musste die junge Frau behandelt werden. Wenig später sei auch die Mutter im Rettungswagen untersucht worden. Experten des Umweltdienstes der Feuerwehr waren im Einsatz. Ein GEMINI-Gefahrenstoff-Analysegerät brachte auch nach doppelter Probe zunächst kein Ergebnis. Da nicht klar war, ob es sich um Arsen oder einen anderen gefährlichen Stoff handelte, waren Feuerwehr und Polizei bis kurz vor 5 Uhr vor Ort. 

Mutter und Tochter wurden zur Sicherheit in ein Krankenhaus gebracht, hieß es. Das unbekannte Pulver wurde zur kriminaltechnischen Untersuchung zum LKA geschickt. „Es stellte sich heraus, dass es sich bei dem Pulver um Calciumcarbonat handelt. Das ist weitgehend ungefährlich bei direktem Kontakt mit der Haut“, sagte ein Feuerwehrsprecher der Berliner Zeitung am Donnerstag. 

Morris Pudwell
Die Feuerwehr Berlin entnimmt eine Probe des unbekannten Pulvers.