Bei einer Massenschlägerei in Berlin-Neukölln sind zwei junge Männer schwer verletzt worden. Laut ersten Erkenntnissen der Polizei waren in der Nacht zu Sonntag an der Karl-Marx-Straße mindestens acht Personen aneinandergeraten. Ein Streit zwischen zwei Männergruppen hatte demnach um kurz nach Mitternacht zu einer blutigen Auseinandersetzung geführt. Als Streifenpolizisten auf die Schlägerei aufmerksam wurden und aus ihrem Einsatzwagen stiegen, rannten laut Polizei mehrere Verdächtige weg.

Den beiden Beamten gelang es aber noch, drei Beteiligte festzuhalten, heißt es. Zwei von ihnen, ein 22- und ein 23-Jähriger, wiesen schwere Verletzungen auf. Der Jüngere erlitt laut Polizeiangaben eine Stichverletzung im Bauch, der Ältere eine Schnittverletzung im Gesicht. Beide gaben an, mit mehreren anderen jungen Männern ohne ersichtlichen Grund in Streit geraten zu sein. Während die beiden Schwerverletzten auf die Rettungskräfte der Feuerwehr warteten, tauchten plötzlich zwei verdächtige Schläger am Tatort auf. Die beiden 19- und 21-Jährigen wurden von den beiden Verletzten als Angreifer wiedererkannt, so die Polizei weiter. Beide jungen Männer wurden vorläufig festgenommen.

Ob sie auch mit Messern zugestochen haben, sei noch Bestandteil der Ermittlungen. Denn beide stritten die Vorwürfe bisher ab, heißt es in einer Mitteilung. Ein Atemalkoholtest ergab bei den Männern Werte von rund 1,5 und 1,9 Promille. Nachdem ihnen in einem Polizeigewahrsam Blut abgenommen worden war, wurden sie wieder entlassen. Sie müssen sich nun wegen des Verdachts der gefährlichen Körperverletzung verantworten.