In Niederschönhausen ist es am Sonntagabend zu einem Einsatz von Kräften des Spezialeinsatzkommandos (SEK) gekommen, nachdem ein Mann einen Taxifahrer mit einer Schusswaffe bedroht haben soll.

Ein 43-jähriger Taxifahrer hatte gegen 21.30 Uhr die Polizei in die Waldstraße gerufen und angegeben, dass er nach Zahlungsstreitigkeiten von einem Mann mit einer Schusswaffe bedroht worden sei. Er gab an, er habe eine Frau aus Köpenick in die Waldstraße gefahren. Dort angekommen, soll die Frau nicht mit dem Fahrpreis einverstanden gewesen sein und daraufhin zwei Bekannte hinzugerufen haben.

Nach Angaben des Taxifahrers sollen die beiden Männer an das Taxi herangetreten sein und einer der beiden Männer, ein 63-Jähriger, soll sich dem Taxifahrer gegenüber drohend geäußert und ihm eine in seinem Hosenbund steckende Schusswaffe gezeigt haben. Schließlich sollen die beiden Männer und die Frau den Fahrpreis bezahlt und anschließend in ein Wohnhaus gegangen sein.

Aufgrund der Schilderungen des Taxifahrers alarmierte die Polizei das SEK hinzu. Die Beamten drangen gegen 23.50 Uhr in die Wohnung ein. Dort trafen sie auf den Tatverdächtigen sowie zwei Frauen und einen weiteren Mann. Der 63-Jährige stritt ab, dem Taxifahrer eine Schusswaffe gezeigt zu haben. In der Wohnung fanden die Polizeikräfte eine Softairwaffe, die sie beschlagnahmten. Eine Atemalkoholmessung bei dem Tatverdächtigen ergab einen Wert von über drei Promille. Der Mann erlitt bei der Festnahme eine Verletzung am Finger, die in einem Krankenhaus behandelt werden musste. Die Ermittlungen wegen des Verdachts der Bedrohung mit Waffen dauern an.