Berlin - Zwei Brüder im Alter von 14 und 19 Jahren haben am frühen Montagabend einen Jugendlichen im Park am Gleisdreieck in Berlin-Kreuzberg ausgeraubt. Dabei sollen sie ihr 16-jähriges Opfer mit einem Messer bedroht haben, wie die Polizei am Dienstag mitteilte. Das mutmaßliche Räuber-Duo schnorrte nach Angaben der Polizei zunächst Zigaretten von dem Jugendlichen. Als dieser seine Bauchtasche öffnete, wurden die Brüder offenbar gierig. 

Demnach entdeckten sie Kopfhörer in der Tasche, die sie dem 16-Jährigen laut Polizei unvermittelt wegnahmen. Anschließend forderten sie ihn auf, mit ihnen zum Parkausgang zu kommen. Als der Jugendliche auf dem Weg dorthin sein Eigentum zurückhaben wollte, habe ihm einer der Brüder an der Schulter gepackt, während der andere ihm ein Messer vor den Oberkörper hielt.

Die Täter sollen gedroht haben, das Messer einzusetzen, sollte er die Polizei rufen. Die kam aber trotzdem – weil Zeugen die Tat beobachtet und den Notruf gewählt hatten. Gegen die Brüder wird wegen schweren Raubes ermittelt.

Im Park am Gleisdreieck kommt es seit dem Frühling vermehrt zu Gewalt unter Jugendlichen und Heranwachsenden. Die Polizei war dort zudem häufig mit Einsatzhundertschaften unterwegs, weil es immer wieder illegale Partys gegeben hatte, bei denen gegen die Corona-Regeln verstoßen wurde.