Berlin - Insbesondere an den Wochenenden kommt es in den Grünanlagen der Hauptstadt immer wieder zu ausufernder Gewalt. Die Polizei warnte erst vor wenigen Tagen vor Intensivtätern, die sich unter die Feiernden mischen, um sie auszurauben. Auch in der Nacht zu Samstag musste die Polizei wieder einmal einen Park räumen, weil es zu mehreren Raubtaten und massiver Lärmbelästigung kam. 

Wie ein Polizeisprecher sagte, wurden die Einsatzkräfte um 23.30 Uhr zum Mauerpark in Prenzlauer Berg alarmiert. Zeugen vor Ort berichteten, dass zwei Frauen ausgeraubt worden seien. Daraufhin sei die Stimmung sehr aufgeheizt gewesen. Außerdem hatten sich Anwohner immer wieder wegen des Lärms und der lauten Musik beschwert. Als die Beamten eintrafen, sollen sich laut Schätzungen zwischen 600 und 800 Besucher in dem Park aufgehalten haben. Die Lage sei sehr unübersichtlich gewesen. 

Polizei leuchtet Park mit Scheinwerfern aus

Beamte einer Einsatzhundertschaft und Polizisten mehrerer Dienststellen waren nötig, um den Park zu räumen. Die Einsatzkräfte leuchteten mit Scheinwerfern den Park aus, um sich einen Überblick über die Massen zu verschaffen. Anschließend wurden die Leute von der Polizei in Richtung Bernauer Straße gedrängt, hieß es vor Ort. Auch ein Polizeihubschrauber war im Einsatz. 

Einige der Jugendgruppen wollten ihre Party in andere Parks verlegen. Tatsächlich musste etwa eine Stunde später die Polizei zum Volkspark Friedrichshain ausrücken, weil es dort zu viele Partys gab. Auch im Treptower Park feierten viele junge Menschen, wobei es zu kleineren Auseinandersetzungen kam.