Berlin - 19 Männer und eine Frau haben auf zwei Etagen einer Maisonettewohnung in Berlin-Kreuzberg Poker und andere Glücksspiele gespielt. Die Polizei beendete das Treffen am Freitagabend, wie die Behörde am Sonnabend mitteilte. Demnach beschlagnahmten die Polizisten knapp 8000 Euro und „16 Gefäße mit mutmaßlichem Kokain, zwei Tütchen mit Cannabis sowie 29 leere Gefäße, die zur Aufbewahrung von Drogen genutzt werden, eine Schreckschusswaffe und einen Schlagring“.

Auch der Pokertisch und sieben Spielautomaten seien sichergestellt worden. Niemand der Anwesenden im Alter von 23 bis 56 Jahren habe sich an die Corona-Regeln gehalten.

Staatsanwaltschaft erließ Durchsuchungsbeschluss

Zunächst war die Polizei den Angaben nach durch einen Notruf auf das Treffen in der Kochstraße aufmerksam geworden. Nach einem Durchsuchungsbeschluss der Staatsanwaltschaft hätten Einsatzkräfte die Wohnung betreten. Von den Anwesenden habe sich keiner für die Wohnung verantwortlich gezeigt.

Laut Polizei wurden zahlreiche Anzeigen angefertigt: Strafanzeigen wegen Beteiligung am unerlaubten Glücksspiel, Verstößen gegen das Betäubungsmittel- und Waffengesetz sowie Ordnungswidrigkeitsanzeigen wegen Verstößen gegen die Eindämmungsverordnung.