Berlin - Beamte der Polizei Berlin haben am Dienstagabend in der Puschkinallee in Treptow zwei Räuber festgenommen. Das Duo steht unter dem Verdacht, seit Monaten mehrere Tankstellen in Berlin überfallen zu haben. Bei den Raubzügen hätten die Täter oft eine Machete benutzt, hieß es aus Ermittlerkreisen. Die Polizei prüft nun, ob die Männer weitere Überfälle auf Tankstellen in Tempelhof-Schöneberg und Friedrichshain-Kreuzberg begangen haben.

Die beiden mutmaßlichen Serientäter waren den Ermittlern ins Netz gegangen, weil sie am Dienstag die Tankstelle an der Arnulfstraße überfallen haben sollen. Nach Angaben der Polizei hatten sie um 17 Uhr einen 21-jährigen Mitarbeiter mit der Machete bedroht, um an die Tageseinnahmen in der Kasse zu gelangen. Als der junge Mann den Aufforderungen nicht nachkam, habe sich der Täter selbst an der Kasse zu schaffen gemacht. Da es ihm nicht gelang, an das Geld zu kommen, flüchtete er.

Mitarbeiter stellt sich Räuber in den Weg

Ein 64-jähriger Mitarbeiter hatte am Ausgang versucht, den Räuber aufzuhalten. Es sei zu einer Rangelei gekommen, bei der der Verdächtige zu Boden ging. Er konnte sich dann aber losreißen und zu seinem Komplizen in den Fluchtwagen steigen, so die Polizei.

Im Fahrzeug soll sich genau am Beifahrersitz eine griffbereite Machete befunden haben. Wie viele Waffen noch im Auto sichergestellt wurden, ist noch nicht bekannt. Nur wenige Minuten zuvor sollen die Männer nach ersten Erkenntnissen versucht haben, eine Tankstelle in der Arnulfstraße in Tempelhof zu überfallen. Anschließend konnten sich die Spezialisten der Operativen Brennpunktermittlungen an deren Fersen heften und unerkannt die Verfolgung aufnehmen.

Polizei Berlin sichert DNA-Spuren im Fluchtwagen

Die beiden mutmaßlichen Verdächtigen machten bisher zur Tat keine Angaben. Sie wurden voneinander getrennt. Während der Durchsuchung eines Mannes wurde außerdem ein Gefäß mit einem Pulver gefunden.  Das Gefäß wurde sichergestellt.

Beide Männer wurden anschließend zu einer Gefangenensammelstelle (GeSa) gebracht. Der Fluchtwagen wurde durchsucht und DNA-Spuren im Innenraum gesichert. Wenig später wurde das Auto – nach ersten Erkenntnissen ein Mietwagen – sichergestellt.