Die Polizei hat nach einer Verfolgungsjagd durch Berlin in Prenzlauer Berg einen Wohnmobil-Dieb gefasst. Das Fahrzeug war kurz zuvor am späten Donnerstagabend in Charlottenburg-Nord gestohlen worden, wie die Polizei mitteilte. Die Besitzer bemerkten um 23.15 Uhr im Heinickeweg, wie jemand Unbekanntes plötzlich mit ihrem großen Camper in Richtung Stadtautobahn davonfuhr. Sie alarmieren die Polizei, die mit mehreren Streifenwagenbesatzungen ausschwärmten.

Die ersten Einsatzkräfte sollen bereits in Westend die Verfolgung aufgenommen haben.  Etwa 20 Minuten später erhielten weitere Einsatzkräfte den Hinweis, dass der Fahrer des gestohlenen Wohnmobils rund 15 Kilometer vom Ort des Diebstahls entfernt auf der Schwedter Straße in Prenzlauer Berg einen Unfall verursacht haben soll. Kurz zuvor soll er bereits in der Sredzkistraße ein geparktes Auto touchiert haben. Insgesamt seien laut Polizei drei Autos durch die riskante Fahrweise des Diebes beschädigt worden sein. Etwa ein Dutzend Streifenwagen seien bei der Verfolgungsjagd beteiligt gewesen.

Nach dem Zusammenstoß in der Schwedter Straße flüchtete der Fahrer in einen Hauseingang an der Zionskirchstraße und versteckte sich im Innenhof hinter einer Mülltonne, so die Polizei. Einsatzkräfte spürten ihn auf und nahmen ihn fest. Bei der Überprüfung seiner Personalien fiel auf, dass der 35-Jährige keinen festen Wohnsitz in Deutschland und zudem auch keinen Führerschein hat. Er kam vorläufig in ein Polizeigewahrsam, wo ihm Blut abgenommen wurde. Anschließend wurde er der Kriminalpolizei übergeben.