Berlin - Ermittler haben einer grenzüberschreitend agierenden Bande von Trickbetrügern das Handwerk gelegt. Bei Wohnungsdurchsuchungen in Berlin seien neun Frauen und Männer im Altern von 14 bis 51 Jahren festgenommen worden, teilte die Berliner Staatsanwaltschaft am Freitag mit. Fünf Wohnungen seien an der Mohren- und Leipziger Straße in Berlin-Mitte durchsucht worden. Von dort aus sollen die mutmaßlichen Betrüger – von denen einer bereits mit internationalem Haftbefehl gesucht wurde – größtenteils ältere Menschen in Polen angerufen haben, um diese um Geld zu bringen.

Während des Einsatzes versuchte ein 29-Jähriger zu fliehen, indem er vom Balkon einer Wohnung in der vierten Etage auf den darunterliegenden sprang. Dort wartete jedoch schon die Polizei auf ihn. Darüber hinaus habe eine 38-Jährige einen Schwächeanfall erlitten und sei zur Behandlung in eine Krankenhaus gekommen, bevor die Beamten sie in Gewahrsam nahmen. Sichergestellt worden seien umfangreiche Beweismittel, darunter etwa seltene Goldmünzen als mutmaßliche Beute einer früheren Tat.