Berlin - Ein 42-jähriger Iraker ist in Prenzlauer Berg erst rassistisch beleidigt und dann mit einem Messer verletzt worden. Nach Angaben der Berliner Polizei hatte der bisher unbekannte Täter den Mann und seinen 35-jährigen Begleiter in der Nacht zu Samstag im U-Bahnhof Eberswalder Straße in einem Waggon der Linie U2 beschimpft. Als der 42-jährige ihn beruhigen wollte, habe dieser ein Messer gezogen und ihn damit am rechten Oberarm verletzt, so die Polizei. 

Auch der Begleiter des Täters habe den aufgebrachten Mann nicht von dem Angriff abhalten können, berichteten Zeugen. Am U-Bahnhof Schönhauser Allee verließen der Verdächtige und sein Freund die Bahn in unbekannte Richtung. Der Verletzte musste in einem Krankenhaus behandelt werden und konnte anschließend wieder gehen.

Der Staatschutz beim Landeskriminalamt hat die Ermittlungen übernommen. Zunächst sollen nun die Überwachungsvideos von den Berliner Verkehrsbetrieben gesichtet werden. 

Rassist versucht Frau in Tempelhof zu schlagen 

Nur wenige Stunden zuvor waren eine 25-jährige Frau und ein gleichaltriger Mann in Berlin-Tempelhof rassistisch beleidigt worden. Der Vorfall ereignete sich auf dem Parkplatz eines Lebensmitteldiscounters am Tempelhofer Damm. Der 38-jährige soll die Deutsche als „scheiß Polacke“ und den Deutsch-Türken als „Kanaken“ bezeichnet haben, so die Polizei. 

Anschließend habe der Verdächtige versucht, die Frau zu schlagen. Sie konnte dem Schlag laut eigenen Aussagen ausweichen. Alarmierte Polizisten des Abschnitts 44 spürten den Tatverdächtigen kurz darauf auf und leiteten ein Strafermittlungsverfahren wegen der Beleidigungen ein.