Berlin - Nach dem spektakulären Überfall auf einen Geldtransporter auf dem Berliner Kurfürstendamm vor gut vier Wochen hat ein Spezialeinsatzkommando der Polizei einen Tatverdächtigen festgenommen. Das teilte ein Sprecher der Staatsanwaltschaft am späten Montagabend der Deutschen Presse-Agentur mit. 

Die Polizei bestätigte am Dienstagmorgen der Berliner Zeitung, dass es sich bei dem Tatverdächtigen um einen 30-jährigen Mann handelt. Er wurde am Montag gegen 19.45 Uhr in der Lietzenburger Straße in Wilmersdorf vom SEK festgenommen, wie die Polizei weiter mitteilt  Medienberichte, wonach dieser ein Mitglied des Remmo-Clan sei, bestätigte eine Polizeisprecherin nicht. 

Der 30-Jährige ist laut Polizei aber strafrechtlich erheblich vorbelastete und erst wenige Tage vor dem Raubüberfall aus der Untersuchungshaft entlassen worden. Der Mann wurde  von Spezialeinsatzkräften festgenommen und am Dienstag einem Richter zur Verkündung des Haftbefehls wegen schweren Raubes und gefährlicher Körperverletzung überstellt. Der Beschuldigte ist in Untersuchungshaft. Die Ermittlungen zu seinen mutmaßlichen Komplizen dauern an. Demnach sind drei weitere Menschen auf der Flucht. 

Am 19. Februar hatten laut Polizei mindestens vier Täter einen Geldtransporter vor einer Bankfiliale am Kudamm überfallen. Sie bedrohten und verletzten demnach zwei Wachmänner im Alter von 37 und 60 Jahren, bevor sie mit mehreren Geldkassetten in einem Fluchtauto verschwanden. Mit ihrer leuchtend orangefarbenen Kleidung erinnerten die Räuber an Müllarbeiter.

Rund 30 Minuten später wurde die Polizei eigenen Angaben zufolge in die Bessemerstraße im Ortsteil Schöneberg gerufen, weil dort ein Auto brannte, das „aller Voraussicht nach vorsätzlich in Brand gesetzt wurde“. Die Ermittler gingen davon aus, dass es sich um das Tatfahrzeug handelte.