Berlin/Dresden - Im Kampf gegen Schwarzarbeit haben Zollbeamte sechs Wohnungen in Berlin sowie eine in Dresden durchsucht. Es seien umfangreiches Beweismaterial und Drogen sichergestellt worden, teilten die Berliner Staatsanwaltschaft und das Hauptzollamt in Berlin am Montag mit. In der Hauptstadt wurde außerdem ein Büro des Unternehmens durchsucht. Festgenommen wurde niemand.

Sieben Männern im Alter zwischen 27 und 44 Jahren wird nach Angaben der Berliner Staatsanwaltschaft vorgeworfen, Sozialversicherungsbeiträge nicht abgeführt und Beihilfe zum illegalen Aufenthalt von Ausländern geleistet zu haben. Die Verdächtigen sollen Menschen ohne Arbeitsgenehmigung oder Aufenthaltstitel beschäftigt, den Mindestlohn nicht gezahlt und Steuern hinterzogen haben.

Nach den bisherigen Erkenntnissen sollen die Männer von 2016 bis mindestens 2019 mutmaßlich bis zu 30 Schank- und Speisewirtschaften betrieben haben. Vermutet wird, dass sie häufig die Besitzverhältnisse untereinander tauschten oder Strohleute einsetzten.

An dem Einsatz im Auftrag der Berliner Staatsanwaltschaft waren rund 100 Einsatzkräfte der Hauptzollämter Berlin, Dresden und Potsdam beteiligt.