Bei einem Rettungseinsatz in Berlin-Marienfelde wurden Notfallsanitäter und ein Notarzt angegriffen. Die Einsatzkräfte einer Hilfsorganisation waren in der Nacht zum Samstag gegen 2.20 Uhr wegen einer „hilflosen Person“ zu einem Wohnhaus an der Wehnertstraße alarmiert worden. Als die Retter vor dem Einfamilienhaus eintrafen, öffnete ihnen die Ehefrau des 50-Jährigen die Tür. Sie führte die Einsatzkräfte zu dem vermeintlich schwer verletzten Patienten. Dieser habe nach Angaben der Polizei den Anschein erweckt, bewusstlos im Bett zu liegen.

Bei dem Versuch, den Mann aufzuwecken, sei die Situation plötzlich eskaliert. Der Patient sei aufgeschreckt, aus dem Bett gesprungen und habe die Rettungskräfte attackiert. Laut Zeugen soll er versucht haben, den Notarzt zu würgen und die Notfallsanitäter zu schlagen. Einen 41-jährigen Retter soll er mit einer Weinflasche attackiert und ihn am Hals gepackt haben. Dem Mitarbeiter gelang es laut Polizei, den Angriff abzuwehren. Er wurde trotzdem so schwer verletzt, dass er seinen Dienst nicht fortsetzen konnte.

Etwas später habe der Angreifer eine Absaugpumpe des Rettungsdienstes erheblich beschädigt, heißt es. Der Einsatzwagen konnte aufgrund der defekten Ausrüstung keine weiteren Einsätze mehr annehmen, so die Polizei. Ein Atemalkoholtest bei dem Randalierer ergab einen Wert von rund 1,7 Promille.

Die Einsatzkräfte brachten sich in Sicherheit und alarmierten die Polizei, die den aggressiven Mann vorläufig festnahm. Es werde nun geprüft, warum er derart aggressiv wurde. Der Angreifer muss sich jetzt wegen des Verdachts des tätlichen Angriffs auf die Sanitäter und der Zerstörung ihrer Arbeitsmittel verantworten.