Berlin - Etwa 25 bis 30 Vermummte haben hat in der Nacht zu Dienstag Polizisten in der Rigaer Straße in Friedrichshain angegriffen. Nach Angaben der Polizei waren zwei Beamte in einem Streifwagen um 4.15 Uhr in Richtung des Bersarinplatzes gefahren, als plötzlich ein Müllsack vor ihnen auf die Straße geworfen wurde. Als die Einsatzkräfte den Wagen daraufhin stoppten, sei die Gruppe mit Pflastersteinen bewaffnet auf sie zugestürmt. 

Schreiend und wild gestikulierend sollen die Vermummten dann Steine auf das Auto geworfen haben. Die Polizisten hätten daraufhin den Wagen zurückgesetzt und gewendet. Bei dem Manöver hätten immer mehr Wurfgeschosse das Fahrzeug getroffen. Der Frontbereich wurde durch den Angriff erheblich beschädigt, die Heckscheibe wurde komplett zerstört, sagte ein Polizeisprecher der Berliner Zeitung. Verletzt wurde niemand. 

Polizei stellt rund 20 Wurfgeschosse sicher

Ein Großaufgebot der Polizei suchte daraufhin en Bereich rund um das teilbesetzte Haus an der Rigaer Straße 94 ab. Die Täterinnen und Täter konnten jedoch nicht gefunden werden. Nach Angaben der Polizei wurden rund 20 Pflastersteine als Beweismittel sichergestellt. Sie werden nun auf Spuren untersucht, hieß es.

Da die Polizei von einem linksextremistischen Angriff ausgeht, hat der Staatsschutz die Ermittlungen übernommen. Seit Jahren werden in der Rigaer Straße und der Liebigstraße in Berlin-Friedrichshain Polizisten und Wachschützer angegriffen. Auch Anwohner fühlen sich nicht sicher. Zuletzt verschärfte sich die Situation vor dem teilbesetzten Haus Rigaer Straße 94 wieder. Gutachter sollen die Wohnungen betreten, um den mangelnden Brandschutz zu dokumentieren.