Im Fall des vermissten Ryan Mizgaiski aus Wilmersdorf hat das Berliner Landeskriminalamt die Ermittlungen übernommen. Angehörige des 39-jährigen Modedesigners hatten bereits vor einigen Wochen Plakate mit Fotos im Berliner Stadtgebiet aufgehängt und um Mithilfe in den sozialen Netzwerken gebeten. Da der Mann volljährig ist und es keine Hinweise auf ein Verbrechen gab, hatte die Polizei zunächst nicht weiter ermittelt, sagte eine Sprecherin der Berliner Zeitung. Da es aber mittlerweile Anhaltspunkte gebe, dass der Vermisste an der Rummelsburger Bucht ums Leben gekommen sein könnte, „nehmen Ermittler den Fall nun sehr ernst.“

Ryan Mizgaiski wurde demnach zuletzt am Nachmittag des 20. Dezember am Nordufer der Rummelsburger Bucht gesehen. Weder sein Handy noch seine Kreditkarte sind seit dem Tag seines Verschwindens benutzt worden. Sein Handy wurde zuletzt morgens um 9 Uhr am 20. Dezember nahe der Rigaer Straße von der Polizei geortet. Danach soll er mit anderen Menschen weitergezogen und an der Rummelsburger Bucht gefeiert haben. Die Party habe auch auf Booten stattgefunden, die in der Bucht ankerten, hieß es aus dem Umfeld des Vermissten.

Polizeitaucher hatten daraufhin in der vergangenen Woche in dem Wasser gesucht. Die Suche sollte am Mittwoch mit Unterstützung von Leichenspürhunden fortgesetzt werden. Wegen zu starken Windes wurde die geplante Suchaktion jedoch abgebrochen. Es werde aber zeitnah einen neuen Termin geben, sagte eine Polizeisprecherin. Ermittler hätten Hinweise darauf, dass der Vermisste im Wasser ums Leben gekommen sein könnte. „Wir ermitteln in dem Fall weiter in alle Richtungen“, so die Sprecherin.