Berlin - In Berlin-Neukölln ist es zu einer körperlichen Auseinandersetzung zwischen mehreren Jugendlichen gekommen, bei der am Mittwochabend zwei 16-Jährige Schnittverletzungen erlitten. Auslöser der Massenschlägerei an der U-Bahnstation Grenzallee war laut Polizei ein Streit zwischen zwei Jugendgruppen. Aufgrund der vielen aufgebrachten Personen sei die Lage für die Einsatzkräfte sehr unübersichtlich gewesen, sagte eine Sprecherin am Donnerstagmorgen. 

Als die alarmierten Polizisten um 18.25 Uhr an der Buschkrugallee eintrafen, hatten zwei Zivilbeamte bereits einen 16- und einen 17-jährigen Verdächtigen festgenommen. Der Jüngere von beiden war laut eigenen Angaben bei der Flucht vor Angreifern auf die Straße gerannt, wo er von einem Auto erfasst worden sei. Der Autofahrer sei laut Polizei jedoch vom Unfallort geflüchtet. Die Suche nach ihm laufe noch. 

Drei Verletzte von Rettungskräften behandelt 

Ein weiterer 16-Jähriger wurde in der Nähe des Tatortes von Rettungskräften behandelt, da er laut Polizei mehrere Stich- und Schnittverletzungen erlitt. Auch einer der beiden festgenommenen Jugendlichen hatte Verletzungen, die ihm mit einer Klinge zugefügt wurden. Sanitäter mussten zudem die Augen eines 19-Jährigen auswaschen, da er mit Pfefferspray angegriffen worden war. Alle drei Verletzten wurden medizinisch versorgt, während die Polizisten Zeugen befragten. 

Da sich alle Beteiligten in Widersprüche verstrickt haben sollen, sei der genaue Ablauf bisher noch unklar, so die Polizeisprecherin. Gegen die beiden festgenommenen Jugendlichen wird wegen gefährlicher Körperverletzung ermittelt. Außerdem ermittelt die Polizei wegen Landfriedensbruch. Die beiden Minderjährigen wurden nach Feststellung ihrer Identitäten ihren Erziehungsberechtigten übergeben.