Berlin - Ein Mann hat im Berliner Ortsteil Gesundbrunnen bei einem Messerangriff lebensgefährliche Verletzungen erlitten. Der 31-Jährige war nach Angaben der Polizei am Samstagnachmittag auf der Weddingstraße mit einem Mann aneinandergeraten, der in seinem Auto laute Musik gehört hatte. Als er den 27-jährigen Autofahrer auf die Lautstärke ansprach, eskalierte die Situation.

Der Streit gipfelte innerhalb weniger Sekunden in eine Schlägerei. Laut Zeugenaussagen soll sich der 31-Jährige dann plötzlich schmerzverzerrt an den Oberkörper gegriffen haben. Er sei dann zur nächsten Bar gegangen, wo Gäste eine stark blutende Wunde bemerkten und den Notruf wählten. Der verdächtige Messerstecher sei zwischenzeitlich mit seinem Wagen geflüchtet, so die Polizei.

Messerstecher stellt sich mit blutender Hand der Polizei

Die alarmierten Rettungskräfte sollen laut Polizei schnell erkannt haben, dass das Opfer lebensgefährlich verletzt wurde. Nachdem sie ihn stabilisiert hatten, brachten sie ihn in ein Krankenhaus. Ob er am Sonntag noch immer in Lebensgefahr schwebte, war zunächst unklar.

Der 27-jährige Tatverdächtige stellte sich kurz darauf mit einer Schnittverletzung an der Hand auf einem nahe gelegenen Polizeiabschnitt, wo er festgenommen wurde. In Begleitung von Polizisten wurde er zu einer Notaufnahme gebracht, wo er ambulant behandelt wurde. Anschließend wurde er der Kriminalpolizei übergeben.