Berlin - Ein Autofahrer muss sich in Berlin wegen eines versuchten Tötungsdelikts verantworten. Der Mann war am Sonnabend in Schöneberg auf zwei Polizisten zugerast. Sie mussten zur Seite springen, um nicht von dem Mitsubishi erfasst zu werden. Dies teilte die Polizei am Sonntag mit.

Bisherigen Ermittlungen zufolge wollten die beiden Beamten den 37-jährigen Bulgaren in der Hauptstraße wegen eines zuvor begangenen Geschwindigkeitsverstoßes anhalten. Der Mann soll die Anhaltezeichen der Beamten jedoch missachtet und auf sie zugerast sein. Die Einsatzkräfte konnten sich nur mit einem Sprung retten, so die Polizei.

Der Mann flüchtete den Angaben zufolge vom Ereignisort und überfuhr auf der Flucht mehrere rote Ampeln. In der Belziger Straße musste dann eine Fußgängerin beim Überqueren der Straße beiseite springen, um nicht von dem Fahrzeug erfasst zu werden. 

Der Tatverdächtige besaß Drogen, aber keinen Führerschein 

Zur Unterstützung der Polizisten herbeigerufene Einsatzkräfte stellten kurze Zeit später den Fahrer in der Schwäbischen Straße Ecke Karl-Schrader-Straße. Bei der Überprüfung des Mannes stellte sich heraus, dass er unter Einfluss von Drogen stand und keine gültige Fahrerlaubnis besitzt.

Die Berliner Staatsanwaltschaft hat den Fall als versuchten Mord eingestuft. Die weiteren Ermittlungen hat nun die 1. Mordkommission des Landeskriminalamtes übernommen. Der wegen mehrerer Verkehrsdelikte polizeibekannte Mann sollte noch am Sonntag auf Antrag der Staatsanwaltschaft Berlin einem Ermittlungsrichter zum Erlass eines Haftbefehls vorgeführt werden.