Berlin - Nach Schüssen aus einem Hochhaus in Berlin-Mitte hat die Polizei mit einem Großaufgebot an Einsatzkräften nach dem Schützen gesucht. Anwohner der Fischerinsel 4 hatten am späten Montagabend Schüsse gehört, die aus einem Fenster abgefeuert worden sein sollen, sagte eine Polizeisprecherin der Berliner Zeitung. Da nicht klar war, welche Gefahr von dem Unbekannten ausgeht, rückten gegen 22.30 Uhr zahlreiche schwer bewaffnete Polizisten an und sicherten die Umgebung. 

Fußgänger und Fahrradfahrer wurden von Beamten zügig aus dem mutmaßlichen Gefahrenbereich gebracht. Überall standen Polizisten mit Maschinenpistolen und Helmen, zahleiche Einsatzfahrzeuge standen auf der Straße. Es herrschte für einige Zeit viel Aufregung und Ungewissheit, berichteten Zeugen.

Nach einer kurzen Suche gab die Polizei dann Entwarnung. Einsatzkräfte spürten die Wohnung des verdächtigen Schützen auf und stürmten diese. Bei der anschließenden Durchsuchung fanden sie eine Schreckschusswaffe. Der 36-Jährige hatte damit seinem Fenster geschossen, womit er nicht gegen das Waffengesetz verstieß. „Da die Waffe nur Gas verschießt und der Mann sie in seiner Wohnung benutzte, gab es auch keine Anzeige“, erklärte die Polizeisprecherin.