Berlin - Zwei Mieterinnen und ihre drei Gäste sind in einer Wohnung in Berlin-Moabit von einem Spezialeinsatzkommando überrascht worden. Die fünf hatten sich nach Angaben der Polizei die ganze Nacht lang mit illegalem Glücksspiel und Drogen vergnügt. Doch dann brachen mitten im Kartenspiel plötzlich SEK-Beamte die Wohnung auf und richteten Waffen auf sie.

Ein anonymer Anrufer hatte der Polizei zuvor einen Tipp gegeben. Da auch die Rede davon war, dass die Spieler in der Wohnung Waffen bei sich hätten, forderten die alarmierten Einsatzkräfte ein Spezialeinsatzkommando zur Verstärkung an. Die schwer bewaffneten Kraftpakete vollstreckten dann am Mittwochmorgen um 6.20 Uhr in einer Wohnung an der Beusselstraße einen richterlichen Durchsuchungsbeschluss.

Glücksspiel und Drogen: Unter den Spielern war auch eine Jugendliche 

„Dort hatten sich mehrere Personen zum illegalen Glücksspiel zusammengefunden“, erklärte ein Polizeisprecher. Nach Angaben der Polizei trafen die Beamten auf die beiden 19- und 48-jährigen Mieterinnen sowie eine 17-jährige Jugendliche und zwei 19- und 22-jährige Männer. Bei der anschließenden Durchsuchung der Wohnung fanden die Einsatzkräfte einen Spielautomaten, rund 200 Euro Bargeld und ein Tütchen mit Drogen. Waffen fanden sie jedoch nicht.

Die beiden verdächtigen Männer gaben zunächst falsche Personalien an und konnten erst auf einer Polizeidienststelle eindeutig identifiziert werden. Dabei stellte sich heraus, dass der 22-Jährige mit gültigem Haftbefehl gesucht wird. Dieser wurde dann umgehend vollstreckt. Alle anderen Verdächtigen kamen nach Feststellung ihrer Identitäten und einer ersten Vernehmung wieder frei.