Spandau: Berliner prügelt auf Polizistin ein

Der Ruhestörer rief den Einsatzkräften aus seiner Wohnung heraus zu, dass er alle töten werde. Dann öffnete er die Tür und schlug zu.

Die Polizei musste am Samstagabend zu einem Einsatz in Berlin-Spandau ausrücken. Ein Mann randalierte und griff offenbar eine Beamtin an. 
Die Polizei musste am Samstagabend zu einem Einsatz in Berlin-Spandau ausrücken. Ein Mann randalierte und griff offenbar eine Beamtin an. Sabine Gudath

Berlin-Bei einem Polizeieinsatz ist am Samstagabend eine Polizistin in Berlin-Spandau schwer verletzt worden. Wie die Berliner Polizei am Sonntag mitteilt, wurden Beamte einer Funkstreife wegen Ruhestörung gegen 21.40 Uhr in die Müllerstraße alarmiert. Als die Einsatzkräfte gemeinsam mit einer weiteren Streife eintrafen und bei dem Betroffenen klopften und klingelten, rief dieser aus der Wohnung, dass die Polizei verschwinden solle und er alle töten werde, heißt es. 

Plötzlich öffnete der Mieter laut Polizei die Wohnungstür und attackierte eine Beamtin mit einem Metallrohr. Mehrfach habe er ihr gegen den Kopf und die Arme, mit dem sich die Angegriffene zu schützen versuchte, geschlagen. Die Beamten sprühten daraufhin offenbar Pfefferspray. Der Mann wehrte sich heftig, konnte jedoch schlussendlich entwaffnet, überwältigt und festgenommen werden, so die Polizei.

Der Festgenommene musste sich auf Anordnung der Staatsanwaltschaft einer Blutentnahme unterziehen. Aufgrund seines Gemütszustandes veranlasste eine Ärztin dessen Aufnahme in einer psychiatrischen Abteilung eines Krankenhauses, heißt es. Die Polizei ermittelt wegen gefährlicher Körperverletzung. Die angegriffene Polizistin wurde in ein Krankenhaus verbracht.