Senftenberg - Zwei Jugendliche haben in Brandenburg Fahrgäste von zwei Regionalbahnen in Lebensgefahr gebracht. Nach Angaben der Bundespolizei hatten die beiden 14-Jährigen am Mittwochnachmittag Steine auf die Schienen der Bahnstrecke Cottbus–Senftenberg gelegt.

Um 14.40 Uhr hätten dann zwei Regionalbahnen bei Drebkau mehrere Schottersteine mit hoher Geschwindigkeit überfahren. Die Steine seien weit durch die Luft geflogen, hätten zum Glück aber niemanden verletzt. Das Zugpersonal hatte daraufhin die Bundespolizei alarmiert. Eine alarmierte Streife spürte kurz darauf die beiden Verdächtigen in unmittelbarer Nähe auf. Sie hätten der Bundespolizei zufolge sofort zugegeben, die Steine auf die Gleise gelegt zu haben. Die Beamten belehrten die beiden Jugendlichen und übergaben sie ihren Erziehungsberechtigten.

Bei Betreten von Bahnanlagen besteht immer Lebensgefahr

Die Bundespolizei leitete Ermittlungsverfahren wegen des gefährlichen Eingriffs in den Bahnverkehr sowie entsprechende Ordnungswidrigkeitenverfahren ein. In diesem Zusammenhang warnte die Behörde eindringlich vor dem unberechtigten Betreten von Bahnanlagen. In diesen Bereichen bestehe immer Lebensgefahr, hieß es.

„Auf Bahnanlagen gefährden vor allem Kinder und Jugendliche sich und andere durch leichtsinniges Verhalten und Unachtsamkeit. Neben den tödlichen Gefahren des Bahnstroms gibt es weitere Gefahrenquellen, die vom Zugverkehr und von den Betriebsanlagen ausgehen“, erklärte ein Sprecher der Bundespolizei. Insbesondere Kinder und Jugendliche unterschätzen dabei häufig die möglichen Folgen ihres Verhaltens.