Berlin - In Berlin-Reinickendorf gipfelte ein langwieriger Streit zwischen Nachbarn in eine blutige Auseinandersetzung mit mehreren Verletzten. Nach Angaben der Polizei gerieten die beiden zerstrittenen Mietparteien am Mittwochabend um 19.15 Uhr am Tramperweg im Märkischen Viertel mal wieder aneinander. Auf der einen Seite standen ein 27-Jähriger und sein Vater, auf der anderen eine 37-jährige Frau und ihr Mann. 

Aus einem lautstarken Streit wurde schnell eine handfeste Schlägerei. Dabei sollen die Beteiligten laut Polizei mit Holzlatten aufeinander losgegangen sein. Jemand soll der Frau damit ins Gesicht geschlagen haben, woraufhin sie einen Nasenbeinbruch erlitt. Bei einer Abwehraktion zog sie sich zudem eine Fraktur eines Handknochens zu.

27-Jähriger kommt mit Schnittwunden ins Krankenhaus

Außerdem sei mindestens ein Messer im Spiel gewesen, womit dem 27-Jährigen tiefe Schnittwunden an einer Hand zugefügt wurden, so ein Polizeisprecher am Donnerstag. Die beiden Schwerverletzten wurden von Rettungskräften in Krankenhäuser gebracht. Alarmierte Polizisten versuchten die Situation zu beruhigen, was trotz des blutigen Ausgangs nicht einfach gewesen sein soll. 

Der genaue Auslöser des Streits sei noch unklar. „Die Angaben der Beteiligten sind alle sehr widersprüchlich“, sagte ein Polizeisprecher auf Anfrage. Den Ermittlern liegen nun wechselseitige Anzeigen wegen Körperverletzung vor. Die Schuldfrage wird wohl eher ein Gericht klären können.