Berlin - Die Polizei Berlin hat am Dienstag Bilder von einem Mann veröffentlicht, der in einer U-Bahn in Zehlendorf einen Fahrgast mit einem Messer verletzt haben soll. Der Vorfall liegt schon mehrere Monate zurück. Nur wenige Stunden nach der Veröffentlichung der Bilder teilte die Polizei am Nachmittag mit, dass der Verdächtige ermittelt sei. Ein Bekannter habe den 25-Jährigen wiedererkannt und die Polizei informiert. Die Identität des gesuchten Mannes sei damit geklärt, er sei aber noch nicht festgenommen worden.

Die Bilder aus der Überwachungskamera zeigten, wie ein Maskenmuffel am 30. Oktober 2020 in einer U-Bahn der Linie 3 mit einem Messer herumfuchtelte. Kurz zuvor soll der Verdächtige von mehreren Fahrgästen wegen seines fehlenden Mund-Nasen-Schutzes angesprochen worden sein. Er habe nach Angaben der Polizei sofort sehr aggressiv reagiert und die Leute in der Bahn angeschrien und beschimpft. 

Maskenmuffel hält seinem Opfer ein Messer an die Kehle

Am Bahnhof Oscar-Helene-Heim habe der aufgebrachte Mann dann den Waggon gewechselt. Auch dort habe er lautstark Fahrgäste beleidigt. Dann sei er der Polizei zufolge zielstrebig auf einen 62-Jährigen zugelaufen, der dort mit seinem Fahrrad in der Bahn stand. Laut Zeugen habe er dem Mann mehrfach in die Rippen gestoßen und ihm mehrere Kopfstöße verpasst. Ob er zu diesem Zeitpunkt bereits die Klinge einsetzte, teilte die Polizei nicht mit. Er habe das Messer dann an die Kehle des Fahrgastes gehalten und ihn damit im Gesicht verletzt. Währenddessen soll er wirre Äußerungen getätigt haben.

Nachdem der Zug im Bahnhof Onkel-Toms-Hütte eingefahren war, zerstach der Gesuchte mit dem Messer die Reifen des Fahrrades des 62-Jährigen und flüchtete dann in Richtung Riemeisterstraße. Alarmierte Rettungskräfte der Feuerwehr versorgten den verletzten 62-Jährigen vor Ort.