Berlin - Dank des beherzten Einsatzes zweier junger Männer ging am Freitagmorgen ein Unfall auf dem S-Bahnhof Adlershof relativ glimpflich aus. Wie die Polizei am Montag mitteilte, war ein Berliner morgens um 8.40 Uhr aufgrund eines Schwindelanfalls auf das Gleisbett gestürzt. Zwei aus dem Irak und Syrien stammende Männer handelten überaus mutig, erklärte ein Sprecher der Bundespolizei. Die 25 und 28 Jahre alten Männer sprangen ohne zu Zögern hinterher, als gerade die S46 aus Königs Wusterhausen in den Bahnhof in Treptow-Köpenick einfuhr.

Den beiden Rettern gelang es in Sekundenschnelle, den Mann in die Notbucht unter dem Bahnsteig zu ziehen. Trotz eingeleiteter Notbremsung kam der Zug erst hinter dem Trio zum Stehen. „Ein 34-Jähriger half den drei Männern anschließend dabei, aus der Notbucht hinauszugelangen“, so der Bundespolizeisprecher. Alarmierte Rettungskräfte brachte den gestürzten Berliner mit Kopfverletzungen in ein Krankenhaus. Seine Retter blieben unverletzt.

Während des Rettungseinsatzes kam es in beiden Richtungen zu Ausfällen des S-Bahnverkehrs. Das sorgte dafür, dass 48 Züge knapp 4,5 Stunden Verspätung hatten, so die Bundespolizei. Trotz der heldenhaften Tat weist die Bundespolizei darauf hin, dass sich niemand selbst in Gefahr bringen sollte.