Berlin/ Potsdam - Auf der Landstraße L792 ist in der Nacht zu Mittwoch ein Motorradfahrer getötet worden. Gegen 21.40 Uhr wurden Polizei und die lokale Feuerwehr auf den Straßenabschnitt zwischen Jühnsdorf und Blankenfelde im Landkreis Teltow-Fläming zum Trebbiner Damm alarmiert. Ein Audi-Fahrer hatte die Unfallstelle gesehen.

Der Mann dachte nach Angaben von vor Ort zunächst, er sei in einen Wildunfall geraten, wurde langsamer und stoppte sein Fahrzeug. Nachdem er ausgestiegen war, fand er ein verunfalltes Motorrad und mehrere, auf 45 Meter verteilte Blutspuren. Wenig später entdeckte er den Oberkörper eines Toten. Bei ihm handelt es sich nach Angaben der Polizei um den Fahrer des Motorrads.

Motorrad rutscht 275 Meter über die Straße

Der Mann versuchte geistesgegenwärtig weitere Autofahrer zu stoppen und alarmierte zudem die 110. Er konnte wenig später ein Fahrzeug anhalten, in dem sich ein ausgebildeter Mann einer Gesundheitsbehörde befand. Dieser schickte den ersten Zeugen sofort zu dem Motorrad und forderte ihn auf, die Unfallstelle abzusichern. Der Zeuge folgte den Anweisungen.

Die wenig später eintreffende Polizei geht derzeit von einem Alleinunfall aus. Weshalb der Motorradfahrer die Kontrolle über sein Zweirad verlor, ist unklar. Nach derzeitigen Erkenntnissen kam das Motorrad nach dem Unfall erst nach knapp 275 Metern zum Stillstand.

Der Audi-Fahrer blieb bis zum Schluss der polizeilichen Maßnahmen an seinem Fahrzeug. Nach Angaben von vor Ort stand er sichtlich unter dem Eindruck des Geschehens. Die Kriminalpolizei sicherte Spuren an seinem Auto. Nach rund fünf Stunden konnte der Mann seine Fahrt fortsetzen. Er lehnte eine Notfallseelsorge ab.