Berlin - Ein Jugendlicher hat am Freitagvormittag in Tempelhof mit einer Schusswaffe in der Öffentlichkeit hantiert und dadurch einen größeren Polizeieinsatz ausgelöst, Wie die Berliner Polizei am Samstag mitteilte, hatten drei Schülerinnen, die auf dem Weg zum Sportunterricht waren, in der Bosestraße einen jungen Mann beobachtet, der eine Pistole durchlud und sich dabei mehrfach umschaute. Die Mädchen meldeten dies dem Hausmeister der Sportanlage, der wiederum den Notruf verständigte.

Alarmierte Einsatzkräfte konnten den 15-Jährigen kurz darauf in der Nähe antreffen und vorläufig festnehmen. In seinem Hosenbund steckte die Waffe, bei der es sich um eine Soft-Air-Pistole handelte. Eine zunächst angenommene etwaige Amoktat auf dem Sportgelände, die zur Auslösung eines größeren Polizeieinsatzes führte, hatte sich somit glücklicherweise nicht bestätigt.

Nach Abschluss der polizeilichen Maßnahmen, bei welchen auch die Waffe beschlagnahmt wurde, kam der Jugendliche in die Obhut seiner Mutter. Er sieht nun Ermittlungsverfahren wegen Störung des öffentlichen Friedens durch Androhen von Straftaten sowie Verstoßes gegen das Waffengesetz entgegen. Die weiteren Ermittlungen führt das Landeskriminalamt.