Berlin - In Berlin ist am Donnerstagmorgen erneut eine Radfahrerin ums Leben gekommen, nachdem sie von einem Lastwagen erfasst wurde. Der Verkehrsunfall ereignete sich nach Angaben der Polizei um 8.50 Uhr an der Oderstraße/Ecke Siegfriedstraße in Neukölln. 

Wie die Polizei am Nachmittag mitteilte, war die 56-Jährige mit ihrem Fahrrad auf dem Gehweg der Oderstraße in Richtung Eschersheimer Straße gefahren. Dann habe sie die Siegfriedstraße überqueren wollen. Ein 46-jähriger Lkw-Fahrer fuhr rechts auf eine Grundstückseinfahrt in der Siegfriedstraße und erfasste dort die Frau.

Berlin: 17 Radfahrerinnen und Radfahrer 2020 tödlich verunglückt 

Trotz sofort eingeleiteter Reanimation von Polizisten und Rettungskräften starb die Frau noch am Unfallort. Die Oderstraße war zwischen Emser Straße und Oberlandstraße wegen der Unfallaufnahme und Bergung bis 12.25 Uhr gesperrt. Gutachter, Kriminaltechniker und Gerichtsmediziner waren vor Ort. 

In der Nacht zu Donnerstag war ebenfalls in Neukölln ein 22-jähriger Radfahrer von einem Autofahrer angefahren worden. Der junge Mann wollte mit seinem Rad die Fahrbahn der Hermannbrücke überqueren, als der Mercedes ihn erfasste. Der Radfahrer stürzte und erlitt schwere Verletzungen an Kopf und Rumpf. 

Radfahrer in Berlin leben gefährlich: Im vergangenen Jahr kamen 17 Radfahrinnen und Radfahrer bei Verkehrsunfällen ums Leben. Mehrfach spielten dabei abbiegende Lastwagen eine Rolle. Insgesamt gab es 50 Verkehrstote im Jahr 2020. 

Anmerkung der Redaktion: In einer früheren Version hieß es, der Lkw-Fahrer habe die Radfahrerin beim Rechtsabbiegen erfasst. Die Polizei hat ihre Angaben zum Unfallhergang nun korrigiert. Richtig ist, dass der Fahrer die Frau beim Auffahren auf eine Grundstückseinfahrt erfasste. Wir haben den Text entsprechend geändert.