Berlin - Im Treptower Park hat am Sonnabend eine genehmigte Veranstaltung mit rund 550 Menschen stattgefunden. Bei der Kundgebung mit dem Titel „Für das Recht auf Tanzrituale im öffentlichen Raum (...) in der Zeit von Covid-19“ wurde zu aufgelegter Musik gefeiert. Wie die Polizei am Sonntag bestätigte, waren sechs Einsatzkräfte vor Ort.

Die Party-Teilnehmer hielten die Hygiene-Abstände laut Zeugen nicht konsequent ein. Viele von ihnen hätten weder den gebotenen Abstand eingehalten noch Masken getragen, sagte eine Polizeisprecherin am Sonntag. Die Polizei teilt mit, sie habe mit Durchsagen reagiert und nicht weiter einschreiten müssen. Gegen 18.15 Uhr verließen die Einsatzkräfte nach Behördenangaben die Örtlichkeit.

Morris Pudwell
Der Parkdienst hatte die Veranstaltung im Blick.

Gegen 20 Uhr feierten aber offenbar noch immer zahlreiche Personen auf einer großen Wiese. Gegen 20.15 Uhr informierte eine Anwohnerin die Polizei dann über laute Musik und größere Personengruppen im Park. Gegen 21 Uhr traf eine Einsatzhundertschaft ein. Die Polizisten sprachen den Angaben zufolge Platzverweise wegen Verstößen gegen die Infektionsschutzverordnung aus. 

Gegen 21 Uhr hielt eine Person ein Statement vor der Menge, heißt es. Der DJ soll daraufhin den Park verlassen haben. Zahlreiche Menschen seien aber am Ort des Geschehens geblieben. Weil die Polizei wegen einiger größerer Versammlungen an anderen Plätzen der Stadt nur wenige Kräfte vor Ort hatte, dauerte der Einsatz bis Mitternacht.