Berlin - Ein Dieb hat in Berlin-Neukölln den Inhaber eines Schuhgeschäfts mit einem Messer angegriffen und schwer verletzt. Wie die Polizei mitteilte, hatte ein Angestellter am Dienstagmittag bemerkt, wie ein Mann Schuhe und Kleidung einsteckte und anschließend mit der Beute aus dem Laden an der Karl-Marx-Straße spazierte. Als der Mitarbeiter und der Geschäftsinhaber den Verdächtigen auf dem Gehweg festhielten und ihn zur Rede stellten, eskalierte die Situation. 

Nach Angaben der Polizei habe der 31-jährige Dieb sofort sehr aggressiv reagiert und beide Männer geschlagen und getreten. Trotz der massiven Gegenwehr gelang es ihnen, den Mann weiter festzuhalten und ihn zurück in das Geschäft zu drängen. Dort habe er dann ein Taschenmesser gezogen und mehrmals auf den 38-jährigen Ladeninhaber eingestochen.

Opfer übergeben den Messerstecher der Polizei

Laut Polizei habe das Opfer das Stichverletzungen am Rücken, an der Leiste sowie eine Schnittwunde am Knie erlitten. Der 20-jährige Angestellte hielt den Messerstecher mit Tritten auf Abstand, während der schwerverletzte Chef den Täter zu Boden brachte. Gemeinsam konnten sie den 31-Jährigen bis zum Eintreffen der alarmierten Polizisten in Schach halten – Festnahme. 

Der Mitarbeiter erlitt leichte Verletzungen an einem Arm. Der Ladeninhaber kam mit stark blutenden Wunden in ein Krankenhaus. Lebensgefahr besteht nicht, heißt es. Die Kriminalpolizei ermittelt gegen den georgischen Staatsbürger nun wegen räuberischen Diebstahls und gefährlicher Körperverletzung. Unklar war zunächst, ob der Mann am Mittwoch einem Haftrichter vorgeführt wird.