Berlin - Zivile Einsatzkräfte der Berliner Polizei haben in Reinickendorf einen mutmaßlichen Serienräuber dingfest gemacht. Der 16-jährge soll für eine ganze Reihe von Überfällen auf Tankstellen verantwortlich sein, teilte die Polizei am Montag mit. Am Sonntagabend konnte er nun endlich auf frischer Tat ertappt und festgenommen werden.

Nach Angaben der Polizei hatte er gegen 19.30 Uhr in einer Tankstelle an der Roedernallee einen 22-jährigen Angestellten mit einem Messer bedroht und die Tagesseinnahmen gefordert. Als das Opfer der Forderung nicht sofort nachkam, soll ihn der Jugendliche gepackt und zur Kasse gezerrt haben, so die Polizei. Anschließend habe der Mitarbeiter die Kasse geöffnet, woraufhin der Täter das Geld einsackte und flüchtete.

Verdächtiger läuft trotz Warnschuss weiter 

Weit kam er jedoch nicht. Zivilfahnder, die den Verdächtigen offenbar beschattet hatten, nahmen ihn in der Nähe des Tatortes fest. Einer der Beamten hatte während der Verfolgung des Flüchtigen einen Warnschuss aus seiner Dienstwaffe abgegeben. Der Jugendliche sei trotzdem weitergelaufen, konnte aber kurz darauf eingeholt und überwältigt werden.

Bei der Dursuchung seiner Wohnung fanden die Einsatzkräfte laut Polizei Beweismittel zu weiteren ebenfalls mit Gewalt begangenen Raubtaten. Der Festgenommene kam in einen Polizeigewahrsam. Ob er einen Haftbefehl erhält, werde derzeit noch geprüft, hieß es am Nachmittag aus dem Polizeipräsidium. Die Ermittler werten nun Zeugenaussagen und Überwachungsvideos anderer Überfälle aus. Es sei sehr wahrscheinlich, dass der Jugendliche mehrere solcher Taten begangen hat.