Berlin - Am Berliner Ostbahnhof ist am Sonntagabend eine Schlafstelle von fünf Obdachlosen niedergebrannt. Die Mordkommission ermittelt wegen versuchten Totschlags und Brandstiftung, wie eine Polizeisprecherin gegenüber der Berliner Zeitung sagte. Die zum Teil schlafenden Bewohner zwischen 24 und 52 Jahren konnten sich selbst retten – verletzt wurde niemand.

Als die Einsatzkräfte gegen 22 Uhr an der Brücke am Ostbahnhof im Stadtteil Friedrichshain eintrafen, war die Unterführung stark verraucht, heißt es. Laut Feuerwehr hat etwa eine Fläche von 20 Quadratmetern in Flammen gestanden. Zusammen mit nachalarmierten Rettern konnte der Brand aber schnell unter Kontrolle gebracht werden, so Zeugen.

Die Bundespolizei hatte den Bahnverkehr am Ostbahnhof kurzzeitig unterbrochen, heißt es. Laut Zeugen suchen die Beamten nach einem unbekannten Mann, der das Feuer gelegt haben soll.