Berlin - Nach dem tödlichen Verkehrsunfall auf der A113 im Berliner Bezirk Treptow-Köpenick sind die Sperrungen wieder aufgehoben worden. Die Einsatzkräfte gaben die Strecke stadtauswärts im Süden Berlins um kurz nach 17 Uhr wieder frei. 

Am Freitagmorgen waren auf Höhe der Anschlussstelle Stubenrauchstelle zwei Männer ums Leben gekommen. Auch am Abend konnte die Polizei noch keine Angaben zu ihrem Alter machen. Die beiden Insassen eines kleinen Tanklastwagens mit Berliner Kennzeichen waren gegen 8 Uhr auf Höhe an einem Stauende auf einen Sattelauflieger aufgefahren. Dabei wurde der Sattelzug auf einen weiteren Lkw geschoben, der vor ihm stand. Insgesamt wurden drei Lastwagen beschädigt. 

Durch die Wucht des Aufpralls wurde die Fahrerkabine des hinteren Lastwagens zerquetscht, die beiden Insassen wurden eingeklemmt, sagte ein Feuerwehrsprecher der Berliner Zeitung. Sie konnten nach etwa 20 Minuten mit schwerem Gerät aus dem Wrack befreit werden, hieß es. Die Bilder am Unfallort seien dramatisch gewesen. „Die Fahrerkabine gibt es praktisch nicht mehr“, sagte ein Polizeisprecher. 

Pressefoto Wagner
Das Führerhaus des Tanklastwagens wurde bei dem Unfall komplett zerstört. Einsatzkräfte sind stundenlang damit beschäftigt, Beweismittel zu sichern und die Unfallstelle zu räumen.

Rettungshubschrauber fliegt Schwerverletzten ins Krankenhaus 

Einer der Männer konnte nur noch tot von den Rettern der Berliner Feuerwehr geborgen werden. Sein Kollege wurde mit einem Rettungshubschrauber unter Reanimationsbedingen in ein Krankenhaus geflogen. Am späten Vormittag teilte die Polizei mit, dass auch er den Unfall nicht überlebte. Notärzte hatten versucht ihn wiederzubeleben – doch die Verletzungen waren zu schwer.

Die A113 war für die Unfallaufnahme und Bergung bis zum späten Nachmittag ab Späthstraße stadtauswärts gesperrt. Der Verkehr wurde ab der Gradestraße abgeleitet. r kam zu kilometerlangen Staus und erheblichen Verkehrsbeeinträchtigungen. Die Feuerwehr war stundenlang mit einem Großaufgebot vor Ort, während Spezialisten die Unfallstelle mit einer Drohne digital vermessen hatten. 

Direkt nach dem Unfall waren mehr als 50 Feuerwehrleute und zahlreche Einsatzkräfte der Polizei vor Ort. Autos bildeten eine Rettungsgasse, damit die Einsatzfahrzeuge zügig durchkamen. Da aus einem der Lastwagen Öl und Treibstoff auslief, dauerten die Bergungsarbeiten länger als gedacht. Der mittlere Laster hatte zudem in Behältern flüssigen Klebstoff geladen, der zum Teil ebenfalls von der Straße entfernt werden musste.