Berlin - In der Nacht zu Mittwoch sind bei einer Verfolgungsjagd mit der Polizei in Berliner Bezirk Marzahn mindestens drei unbeteiligte Personen verletzt worden. Nach Angaben der Polizei soll es bei einem Wendemanöver einer Zivilstreife der Polizei Berlin zu einem Unfall mit zwei bis dahin unbeteiligten Fahrzeugen gekommen sein.

Am Dienstagabend um 22.10 Uhr wollten Polizisten zunächst die Insassen eines VW Passat Kombi an der Landsberger Allee kontrollieren. Die Insassen sollen sich laut Zeugen kurz zuvor mit Taschenlampen an den Hecktüren von zwei geparkten Transportern an der Wuhletalstraße zu schaffen gemacht haben. Nachdem die mutmaßlichen Autodiebe die Fahrzeuge nicht aufbrechen konnten, fuhren sie davon.

Als Zivilpolizisten sie daraufhin stoppen wollten, habe der Fahrer des VW Vollgas gegeben, sodass die Räder durchdrehten. Weitere Zivilpolizisten wollten ihre Kollegen bei der Verfolgung des Verdächtigen unterstützen. Daher wendete der Fahrer des Polizeiautos auf der Landsberger Allee in Höhe Pyramidenring, was einen folgenschweren Unfall verursachte. 

Unbeteiligter Fahrer muss der Polizei ausweichen und baut schweren Unfall

Der Fahrer eines herannahenden und eigentlich unbeteiligten Opels versuchte, dem Polizeifahrzeug auszuweichen und verriss dabei das Lenkrad. Er verlor die Kontrolle über sein Fahrzeug und rammte einen Ford Fiesta. Durch die Wucht des Zusammenpralls überschlug sich der Ford, landete auf dem Dach und prallte gegen einen Lichtmast. Der 67-Jährige, dessen 61-jährige Beifahrerin und ein 51-jähriger Insasse im Fond erlitten schwere Verletzungen. Alarmierte Notfallsanitäter brachten sie in umliegende Krankenhäuser. An den unbeteiligten Fahrzeugen entstand Sachschaden in noch unbekannter Höhe.

Der von der Polizei verfolgte VW Passat sei laut Polizei nach einer wilden Verfolgungsjagd an der Poelchaustraße in Marzahn zum Stehen gekommen. Offenbar hatte der Wagen einen technischen Defekt, woraufhin die beiden Insassen aus dem noch rollenden Wagen sprangen und zu Fuß flüchteten. 

Einsatzkräfte der Polizei Berlin nehmen mindestens einen Mann fest

Einer der beiden Männer, ein 31-Jähriger, konnte von den Einsatzkräften überwältigt und festgenommen werden. Seinem Komplizen gelang die Flucht. Die mutmaßlichen Autodiebe waren mit deutlich überhöhter Geschwindigkeit durch Berlin gerast. Dabei fuhren sie über einen Grünstreifen und in den Gegenverkehr. Einige andere Autofahrer konnten gerade noch einen Zusammenstoß verhindern.

Der genaue Hergang des schweren Unfalls mit den unbeteiligten Fahrzeugen ist nun Gegenstand von Ermittlungen einer Fachdienststelle der Polizei Berlin.