Berlin - Bei einer Verfolgungsjagd durch Berlin-Neukölln hat der Fahrer des Fluchtwagens mehrere Autos beschädigt und Unbeteiligte in Lebensgefahr gebracht. Nach Angaben der Polizei hatte der Autofahrer in der Nacht zu Donnerstag an der Kreuzung Karl-Marx-Straße, Ecke Flughafenstraße, einer Zivilstreife die Vorfahrt genommen. Daraufhin verfolgten die Zivilpolizisten den Verkehrssünder.

Nachdem der VW Polo in die Flughafenstraße abgebogen war, sollte der Wagen in der Boddinstraße überprüft werden, teilte die Polizei mit. Plötzlich sei der verdächtige Autofahrer jedoch losgefahren und habe den Wagen stark beschleunigt. Während seiner Flucht durch Neukölln soll der Raser nicht nur viel zu schnell gewesen sein, sondern er habe auch eine rote Ampel und mehrmals die Vorfahrt missachtet.

Polizei muss Verfolgungsjagd wegen zu hoher Geschwindigkeit abbrechen

Unbeteiligte Autofahrer und Fußgänger konnten sich gerade noch rechtzeitig in Sicherheit bringen, erklärte ein Polizeisprecher. In der Donaustraße mussten die Einsatzkräfte die Verfolgung aufgrund der zu hohen Geschwindigkeit sogar abbrechen. Hinzualarmierte Kollegen einer Einsatzhundertschaft entdeckten kurz darauf den Fluchtwagen in der Richardstraße. Der Raser hatte offenbar die Kontrolle über das Fahrzeug verloren und drei geparkte Autos gerammt.

Als die Beamten in den Fluchtwagen blickten, waren die Insassen bereits zu Fuß geflüchtet. Auch die Absuche der Umgebung blieb erfolglos, so die Polizei. Die Polizei versucht nun, über das Auto den Fahrer zu ermitteln. 

Erst wenige Stunden zuvor hatte der Fahrer eines Kokstaxis bei der Flucht vor der Polizei in Gesundbrunnen einen Unfall verursacht. Der 30-Jährige durchbrach eine Polizeisperre und rammte dabei einen Einsatzwagen. Der mutmaßliche Drogendealer konnte nach kurzer Flucht zu Fuß überwältigt und festgenommen werden.