Die Berliner Polizei hat sich mit einem Mietwagenfahrer eine Verfolgungsjagd durch Neukölln geliefert. Zivilpolizisten war das Fahrzeug in der Nacht zum Donnerstag auf der Hermannstraße in Höhe der Jonasstraße aufgefallen, als der Fahrer sie von rechts überholte. Als die Beamten den Fahrer kontrollieren wollten, habe dieser laut Polizeiangaben alle Stoppsignale ignoriert und Gas gegeben, um zu entkommen.

Die Fahnder folgten dem Wagen und versuchten immer wieder, die riskante Fahrt zu stoppen, erklärte ein Polizeisprecher. Der Autofahrer habe jedoch weiter beschleunigt, sei über mehrere Kreuzungen gerast und habe dabei rote Ampeln sowie die Vorfahrtsregeln ignoriert. Auf der Bruno-Bauer-Straße verlor er aufgrund seiner Fahrweise die Kontrolle über den Wagen und prallte gegen einen geparkten Kleintransporter. Trotz einiger Schäden an dem Mietwagen setzte der Raser seine Flucht fort, so die Polizei.

Raser leistet bei Festnahme massiven Widerstand

Einige Hundert Meter weiter beendete ein Baumstupf am Straßenrand das gefährliche Rennen. Weil der beschädigte Fluchtwagen nicht mehr fahrtauglich war, flüchtete der 28-Jährige zu Fuß weiter. Die Zivilfahnder konnten ihn kurz darauf an der Juliusstraße einholen und überwältigen. Bei seiner Festnahme habe er laut Polizei massiven Widerstand geleistet. Die weiteren Ermittlungen gegen ihn ergaben, dass er keinen Führerschein besitzt und den Leihwagen mit dem Account einer Verwandten gemietet hatte.

Die Beamten nahmen in einem Polizeigewahrsam die Personalien des Rasers auf. Gegen ihn wird nun wegen des Verdachts des verbotenen Kraftfahrzeugrennens, der Verkehrsunfallflucht, des Fahrens ohne Fahrerlaubnis und des Widerstandes gegen Vollstreckungsbeamte ermittelt.