Berlin - Bei einer Verfolgungsjagd mit der Polizei sind in Berlin-Reinickendorf vier Jugendliche und Heranwachsende mit dem Auto verunglückt und schwer verletzt worden. Beamten war in der Nacht zu Sonntag ein schwarzer Ford auf dem Waidmannsluster Damm aufgefallen. Da sich die Insassen verdächtig verhielten, wollten die Polizisten sie kontrollieren. Als die Streifenwagenbesatzung die Stoppsignale einschaltete, gab der 18-jährige Fahrer nach Angaben der Polizei Gas und flüchtete.

Beim Abbiegen kam er vermutlich wegen überhöhter Geschwindigkeit von der Fahrbahn ab und prallte gegen eine Baum. Durch die Wucht des Aufpralls verlor der Fahrer die Kontrolle über das Fahrzeug, scherte nach links in die Straße Am Wechsel, wo er erst gegen einen geparkten Transporter und dann gegen die Mauer einer Schule fuhr.

Unfallfahrer hat keinen Führschein, Auto war nicht zugelassen

Neben dem Fahrer erlitten auch seine drei Insassen im Alter von 14, 16 und 18 Jahren schwere Verletzungen am Rumpf und den Schultern. Der jüngste von ihnen zog sich zudem schwere Kopfverletzungen zu. Alle vier wurden von Rettungskräften in Krankenhäuser gebracht.

Ermittlungen ergaben, dass der Fahrer keinen Führerschein hat, das Auto nicht zugelassen war und die Kennzeichen offenbar gestohlen worden waren. Der 18-Jährige muss sich laut Polizei nun wegen Verdachts des verbotenen Kraftfahrzeugrennens, Straßenverkehrsgefährdung, Fahrens ohne Fahrerlaubnis und Versicherung sowie Kennzeichenmissbrauchs verantworten.