Berlin - Ein 25 Jahre alter Mann hat sich am Donnerstagmittag in Moabit eine Verfolgungsjagd mit der Polizei geliefert. Wie die Beamten am Freitag mitteilten, war der Autofahrer einer Streife in der Oldenburger Straße aufgefallen. Da den Polizisten bekannt war, dass der Fahrer nicht im Besitz einer Fahrerlaubnis ist, nahmen sie die Verfolgung auf. 

Als die Einsatzkräfte den Mann in der Waldenserstraße zum Anhalten aufforderten, erhöhte er die Geschwindigkeit, bog in die Emdener Straße ab und raste davon. Deutlich zu schnell, im Gegenverkehr fahrend sowie rote Ampeln und andere Verkehrsvorschriften missachtend, setzte er seine Fahrt durch Moabit fort. Als er bei Rot in die Einmündung Beussel- Ecke Kaiserin-Augusta-Allee einfuhr, kollidierte er mit einem anderen Auto. Seine weitere Flucht zu Fuß misslang – die Einsatzkräfte nahmen ihn fest. Dabei leistete der 25-Jährige Widerstand, wodurch sich drei Polizisten leicht verletzten.

Drogen, Tresor und fremder Ausweis im Auto

In dem VW Golf lag ein Personalausweis, der nicht dem Fahrer gehörte. Der 25-Jährige gab an, diesen gefunden zu haben. Der Personalausweis wurde, wie auch Drogen, ein Mobiltelefon und ein im Kofferraum liegender Tresor beschlagnahmt. Die Ermittlungen zu diesen Gegenständen dauern an.

Der Festgenommene musste sich einer Blutentnahme sowie einer erkennungsdienstlichen Behandlung unterziehen. Anschließend konnte er die Polizeidienststelle verlassen. Er muss sich nun wegen Verdachts des schweren Diebstahls, Fahrens ohne Fahrerlaubnis, Widerstands gegen Vollstreckungsbeamte und Fundunterschlagung verantworten.

Zwei Insassen des Autos, mit welchem der Flüchtende zusammengestoßen war, ein 49-Jähriger sowie eine 44-Jährige, kamen mit dem Verdacht eines Schleudertraumas in ein Krankenhaus. Ein 21-Jähriger, der den Verkehrsunfall beobachtet hatte, erlitt einen Schock und kam ebenfalls zur medizinischen Behandlung in eine Klinik.