Berlin - Ein Raser hat bei einer Verfolgungsjagd mit der Polizei in Berlin-Charlottenburg mehrere Unfälle verursacht. Der 39-jährige Autofahrer war laut Polizei am Dienstagabend bei einer Radarkontrolle auf dem Saatwinkler Damm geblitzt worden. Als der Mann am Straßenrand Polizisten bemerkte, wich er ihnen aus und fuhr über einen begrünten Mittelstreifen. Anschließend wendete er seinen Wagen und raste in Richtung Spandau, teilte die Polizei am Mittwoch mit. 

Mehrere Einsatzkräfte nahmen daraufhin die Verfolgung auf. Dabei sahen sie, wie der Raser rote Ampeln ignorierte und über Kreuzungen raste, um die Streifenwagen abzuhängen. Weil er laut Polizei viel zu schnell durch die Stadt fuhr, verlor er auf Höhe der Gartenfelder Straße die Kontrolle über sein Auto. Er kam rechts von der Fahrbahn ab, prallte gegen einen Ampelschaltkasten und gegen eine Metallbegrenzung, wo der Unfallwagen zum Stehen kam.

Unfallfahrer versucht, verletzt wegzurennen – Festnahme

Fahrer und Beifahrer stiegen aus und flüchteten zu Fuß weiter, so die Polizei. Beamte konnten den angeschlagenen Fahrer einholen und festnehmen. Er hatte bei dem Unfall leichte Verletzungen erlitten, die später in einem Krankenhaus behandelt wurden. Sein Beifahrer entkam.

Bei der Durchsuchung des Unfallwagens fanden die Einsatzkräfte eine Tasche voll mit unversteuerten Zigaretten. Ermittlungen ergaben zudem, dass der 39-Jährige keinen Führerschein besitzt. Er habe eine starke Alkoholfahne und erweiterte Pupillen gehabt. Da der Verdacht bestand, dass er Alkohol und Drogen konsumiert hatte, wurde ihm Blut abgenommen. Die Ergebnisse stehen noch aus.