Ein Autofahrer hat sich von Berlin bis nach Brandenburg eine wilde Verfolgungsjagd mit der Polizei geliefert. Dabei brachte er mit seiner riskanten Fahrweise zahlreiche andere Menschen in Lebensgefahr. Begonnen hatte die spektakuläre Flucht am Mittwochabend um 20.40 Uhr auf der Gallwitzallee in Lankwitz. Der Verdächtige, der in einem Mini Cooper unterwegs war, fiel der Besatzung eines Streifenwagens auf, weil er laut Polizei gleiche mehrere Verkehrsordnungswidrigkeiten begangen hatte. Die Polizistin und ihr Kollege nahmen daraufhin die Verfolgung auf.

Als sie versuchten, den Autofahrer zu stoppen, habe er plötzlich das Gaspedal durchgetreten und sei in Richtung Marienfelde davongerast. Nach Angaben der Polizei führte die Verfolgungsjagd zunächst von Marienfelde nach Mariendorf und von dort wieder in Richtung stadtauswärts. Dabei habe der Raser immer wieder rote Ampeln ignoriert und sei gegen mindestens ein geparktes Fahrzeug gefahren. Auf der Attilastraße in Mariendorf rammte er einen Einsatzwagen, welchen Beamte als Polizeisperre quer auf die Fahrbahn gestellt hatten.

Raser flüchtet mit 200 km/h vor der Berliner Polizei

Obwohl der Fluchtwagen bei den Zusammenstößen beschädigt wurde, raste der Mini-Fahrer weiter bis über die Stadtgrenze hinaus in Richtung Ludwigsfelde. Die Berliner Polizei rief daraufhin Verstärkung aus Brandenburg hinzu. Da er nach Angaben der Polizei jedoch mit über 200 km/h unterwegs war, verloren die Einsatzkräfte das Auto aus den Augen. Mithilfe weiterer Polizisten konnte der Wagen aber kurze Zeit später auf der Pyrenäenstraße in Ludwigsfelde ausgespürt werden.

Berliner Einsatzkräfte fanden den 54-jährigen Verdächtigen in der Nähe des abgestellten Fluchtwagens und nahmen ihn fest. Er war nicht im Besitz eines Führerscheins und hatte Drogen dabei. Laut Polizei wurde bereits seit Längerem nach ihm gefahndet, weil er keine Aufenthaltsgenehmigung hatte und aus einem Krankenhaus geflüchtet war. Der Mann wurde in das Krankenhaus gebracht, in dem er als vermisst gemeldet worden war. Ein Psychologe habe eine Unterbringung jedoch abgelehnt, weshalb er nach einer Blutentnahme in ein Polizeigewahrsam gebracht wurde.