Berlin - Polizisten haben am Mittwochmittag eine männliche Leiche aus der Havel in Berlin-Spandau gezogen. Bei dem Toten handelt es sich nach Angaben der Polizei um einen 30-jährigen Berliner, der vor über fünf Wochen spurlos verschwand. Ob er Opfer eines Verbrechens wurde, sei noch nicht klar, sagte ein Polizeisprecher auf Anfrage der Berliner Zeitung. „Alles sei denkbar. Wir ermitteln in alle Richtungen“, so der Sprecher.

Der 30-Jährige wurde als vermisst gemeldet, nachdem er am Sonnabend, den 6. Februar 2021, in Spandau verschwunden war. Der Polizei zufolge wurde er gegen 21 Uhr am Sophienwerderweg  zuletzt gesehen, als er von dort nach Hause gehen wollte. Die Ermittler vermuten, dass er an der Spree entlang in Richtung Werkring lief. Doch an seiner Wohnung kam er nie an.

Der Vermisstenfall hatte den Ermittlern Rätsel aufgegeben. Die Polizei hatte zwei Fotos von dem vermissten Spandauer veröffentlicht, die die Redaktion der Berliner Zeitung nach Bekanntwerden seines Todes wieder löschte. Eine Mordkommission sei in dem Fall noch nicht eingebunden. Eine Obduktion soll zunächst die Todesursache klären.